Strategie zur Baulandaktivierung

Strategie zur Baulandaktivierung in „Uettingen“

Projektträger: Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen e. V.
Projektpartner: Eisingen, Greußenheim, Kist, Markt Neubrunn, Markt Remlingen, Uettingen, Waldbüttelbrunn, Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken, Stadtplanung Wegner
Handlungsfeld: Ort und Siedlung
Inhalt: Anhand einer Untersuchung von 7 Mitgliedskommunen wird eine Strategie zur Baulandaktivierung in der Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen erstellt.

Hintergrund

Die stadtnahen Gemeinden im Verdichtungsraum Würzburg sind einerseits mit einer hohen Nachfrage nach Wohnraum konfrontiert, andererseits gibt es trotz vieler Baulücken kaum verfügbare Bauplätze. In den weiter entfernt von Würzburg liegenden Gemeinden gibt es neben Baulücken auch zahlreiche Leerstände.

Gemäß den Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms und des Baugesetzbuches sollen zunächst die bestehenden Potenzialflächen in Form von Baulücken, untergenutzten Grundstücken oder Leerständen aktiviert werden. Dies scheitert jedoch meist an der fehlenden Verkaufsbereitschaft der Grundstückseigentümer. Die Gemeinden sehen kaum rechtliche Möglichkeiten, Baulücken in Privateigentum einer Bebauung zuzuführen. Die derzeitigen Bedingungen auf den Finanzmärkten erschweren außerdem eine Aktivierung von Immobilieneigentum, da die Tendenz eher zur Investition in Immobilieneigentum geht, als umgekehrt.

Den Gemeinden bleibt als Maßnahme zur Sicherstellung ihrer Wohnfunktion, d.h. zur Bereitstellung von Angeboten für die ortsansässige Bevölkerung und zur Vermeidung der Abwanderung in andere Gemeinden, oft nur die Möglichkeit der Ausweisung neuer Baugebiete und auch hier besteht die Gefahr, dass wiederum Baulücken „produziert“ werden. Neben der damit verbundenen Dynamik im Flächenverbrauch verstärkt dies auch langfristig die Gefahr der Verödung der Ortskerne und älterer Wohngebiete. Damit verbunden sind für die Bürger immer weitere Wege zu den Einrichtungen der Daseinsvorsorge und für die Gemeinde ein auf Dauer zu umfangreiches System der technischen Infrastruktur (Straßen, Ver- und Entsorgungsleitungen), das unterhalten werden muss.

Die Strategie zur Baulandaktivierung soll im Frühjahr 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

  • Projektauftakt: 5. April 2019 in Kist: Auftaktveranstaltung mit dem Büro Wegner und Vertretern der Gemeinden und Verwaltungen der Modellkommunen
  • Potenzialflächenanalyse & Informationsveranstaltungen: Mai - September 2019
  • Bürgerinformationsveranstaltungen und Befragung (Fragebogenaktion): ab September 2019
  • Fachrunde: 23. Oktober 2019